Ich sag’s einfach mal, wie das Leben so spielt: Manchmal ist alles Scheiße.

Ich weiß, dass wir sowas alle mal erleben.

  • Du hast einen Fehler gemacht, den du bereust.
  • Du hast schlechte Nachrichten erhalten.
  • Deine Partnerin hat dich verlassen.
  • Du hast ein neues Produkt auf den Markt gebracht, das keiner kauft.
  • Jemand ist sauer auf dich.
  • Du hast viel zu viel Geld verpulvert.
  • Deinen Liebsten ist etwas Schlimmes passiert.

Was immer es auch ist: Manchmal haben wir es verbockt und manchmal ist uns etwas Blödes passiert, worüber wir keine Kontrolle haben.

Das Einzige, was du unter Kontrolle haben kannst, sind deine Gedanken, deine Gefühle und wie du auf diese Situation reagierst.

Du hast immer Kontrolle über das, was du aus der Situation machst – wie du sie bewertest, wie du sie interpretierst, wie du dich aufgrund deiner Gedanken fühlst.

Kürzlich hab ich eine E-Mail erhalten, die mich echt aus den Socken gehauen hat. Früher hätte ich mich wahnsinnig aufgeregt, Gründe dafür gesucht, warum ich hier das Opfer bin und eine Packung Waffelröllchen gegessen, um mich zumindest kurzfristig besser zu fühlen. Hauptsache, es lenkte mich davon ab, wie ich mich wirklich fühlte. Ungefähr so:

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Diesmal hab ich es anders gemacht – und ich verrate dir sehr gern wie. Es lohnt sich.

Fühlst du dich gerade so richtig bescheiden? Wunderbar, dann können wir ja loslegen!

Alles Scheisse? 6 Mindset-Impulse, die dir weiterhelfen

1. Das Leben ist zu 50% nicht so, wie wir es wollen

Das ist ein Mindset, das ich von Brooke Castillo gelernt habe: Das Leben ist 50% gut, 50% nicht so gut. Das ist Teil der menschlichen Erfahrung. Deal with it! Es wird sich nicht ändern.

Es wird immer Dinge geben, die wir nicht kontrollieren können oder Situationen, die wir gern anders hätten. Und das ist okay.

2. Erlaube unangenehmen Gefühlen, da zu sein

Sobald du verstanden hast, dass immer deine Gedanken die Ursache für deine Gefühle sind, hast du viel mehr Einfluss auf dein Gefühlsleben.

5 Mindset Impulse, wenn alles Scheiße ist

Du musst allerdings nicht deine Gedanken ändern, du musst dich nicht besser fühlen.

Eine superwichtige Fähigkeit, die ich lerne und meinen Kunden nahe bringe, ist alle Gefühle zuzulassen: Alle angenehmen und alle unangenehmen Gefühle. Lad sie zu dir ein. Lass sie da sein. Sie sind nur eine Vibration in deinem Körper.

 

3. Manchmal willst du dich schlecht fühlen

Nicht nur in der Werbung, sondern auch in der Coaching-Branche wird oft das Ziel verkauft, dass du irgendwann an einem Ort ankommst, wo alles perfekt ist und alles leicht und glückselig ist.

Diesen Ort gibt es nicht. Du musst nirgendwo ankommen. Du musst dich nicht immer gut fühlen.

Manchmal willst du enttäuscht, frustriert, sauer oder traurig sein. Das ist okay. Lass es zu.

4. Konzentriere dich auf das, was da ist

Wenn ich mir meine Herausforderungen und Probleme anschaue, weiß ich: Das sind alles Luxus-Probleme. Das macht sie nicht weniger herausfordernd oder schwierig, meistens sind sie allerdings nicht lebensbedrohlich.

Ich erinnere mich daran, dass ich ein Dach über den Kopf, einen vollen Kühlschrank, fliessendes Wasser, liebe Freunde, saubere Luft zum Atmen und Geld auf dem Konto habe.

5. Beweg dich

Geh eine Runde laufen, schwimm ein paar Bahnen, spiel Fangen, schlag auf einen Boxsack ein, übe Yoga, fahr so schnell wie möglich Fahrrad … sieh zu, dass du in Bewegung kommst und dass dein Körper Endorphine – so genannte Glückshormone – freisetzt.

Auch wenn dir jetzt gerade nicht danach ist, Sport zu treiben (was wahrscheinlich so sein wird): Schwing dich trotzdem in dein entsprechendes Outfit und los geht’s! Ein längerer Spaziergang tut’s auch. Am besten, du verabredest dich mit einer Sportskanone, die dich mitzieht.

Es geht kein Weg daran vorbei, dass es dir nach dem Sport besser geht. Bewegung motiviert deinen Körper, das Stresshormon Cortisol abzubauen und Glückshormone wie Endorphine auszuschütten.

 6. Meditieren

Das Beste zum Schluss! Für mich ist Meditieren das hilfreichste Mittel, um problematische Phasen zu durchstehen und gute Lösungen zu finden: In mir selbst.

Es ist wie alle bereits genannten Schritte in einem – und noch viel mehr. Ich fühle mich dabei und danach einfach besser. Meditation zentriert mich und hebt meine Stimmung. Immer, ohne Ausnahme.

Meditieren rückt mich gerade, richtet mich auf, stützt mich, hält mich, lässt mich wieder eins werden mit mir selbst.

Bonus-Tipp: Umarmen

Auch wenn sie extrem gestresst, total verliebt oder gerade frisch Eltern geworden sind: Wirklich gute Freunde und deine Familie haben immer Zeit für dich, wenn es wirklich wichtig ist.

Sag ihnen, dass du spontan ihre Unterstützung benötigst, erkläre die ernste Situation und sieh zu, dass du eine lange, feste Umarmung bekommst.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass eine Umarmung der schnellste Weg ist, um Oxytcin in deinem Körper freizusetzen. Oxytocin, auch als “Liebesdroge” bekannt, beruhigt dein Nervensystem und verstärkt positive Gefühle – vor allem bei Frauen (sorry, guys).  Quelle: BBC News UK

Ich hoffe, dir geht’s jetzt schon besser.

Jetzt ist der richtige Moment, um in Aktion zu treten und die Herausforderung mit einem ausbalancierten Geist und einem entspannten Körper anzunehmen. Von nix kommt nix. 🙂 Mit diesen sechs Schritten bist du gut vorbereitet, um dich der Herausforderung zu stellen.

Natürlich wirst du es nie jedem Recht machen können … es ist vor allem die Frage, wie du damit umgehst und wie sehr es dich in deiner Gefühlswelt beeinflusst.

Achja, da gibt es auch noch diesen unterhaltsamen TED Talk von Erika Napoletano – “Rethinking Unpopular” (nur auf Englisch), den ich dir sehr empfehlen kann.

Für mich ist es okay, auch mal unpopulär zu sein. Für dich auch?