Viele von uns lassen sich massiv von der Vergangenheit beeinflussen: Eine unerfreuliche Kindheit, schmerzhafte Erinnerungen in der Familie, herausfordernde Krankheiten oder ein zwiespältiger Ex-Partner … all das kann zu Wut, Verbitterung und Ärger führen, den du heute noch spürst.

Wenn du verzeihst, veränderst du dich

Ich war jahrelang wütend auf meine Eltern, die mich nicht genug erkannt und gefördert hatten – und vor allem auf mich selbst, dass ich nicht mehr aus meinem Leben gemacht hatte. Ich schämte mich für meine früheren Fehler und ich trug diese negativen Emotionen mit mir herum.

Durch Mediation konnte ich einen großen Batzen dieser Energie abwerfen und zu mehr Frieden finden.

Es war letztlich ein Tool, das mir noch mehr Frieden brachte und mir dabei verhalf, wirklich zu verzeihen: Hoòponopono, ein kraftvolles, Hawainanisches Ritual des Verzeihens.

Verändere deine Vergangenheit mit Hoòponopono

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Wenn du verzeihst, erzählst du dir eine neue Geschichte. Du veränderst deine Gedanken. Du veränderst damit deine Vergangenheit in deinem Kopf.

Verzeihen bedeutet nicht, dass Vergangenes okay ist. Manche Ereignisse sind unverzeihlich.

Verzeihen ist ein Akt der Selbstliebe, um loszulassen und nach vorne schauen zu können.

Es ist wie mit dem Zitat “Holding onto resentment is like drinking poison and expecting the other person to die.” Auf Deutsch: „An Ärger festzuhalten ist wie Gift zu trinken und zu erwarten, dass die andere Person stirbt.“

Es funktioniert einfach nicht. Wenn du nicht verzeihst, leidest du selbst.

Was Verzeihen positiv verändern kann

  • Ein Gefühl der Ruhe und des inneren Friedens über vergangene Ereignisse
  • Eine bessere Beziehung zur Familie und Freunden
  • Mehr Selbstliebe und Selbstakzeptanz
  • Ein Gefühl, dass die Welt ein sicherer und guter Ort ist.
  • Weniger Sorgen und Grübeln über die Vergangenheit
  • Besserer Schlaf

Dir fällt nichts ein, was du dir verzeihen könntest? Hier hab ich ein paar Ideen für dich:

  • Du hast etwas wirklich Wichtiges nicht geschafft.
  • Du hast bei einer Prüfung geschummelt.
  • Du hast vor Jahren jemandem Unrecht getan – und es verfolgt dich immer noch.
  • Du hast hinter dem Rücken eines anderen schlecht über diese Person geredet.
  • Du hast jemanden zum Weinen gebracht (unbeabsichtigt oder nicht).
  • Du hast aus Versehen ein Tier verletzt oder getötet.
  • Du hast etwas gestohlen – egal wie klein es ist.

Limitierende Glaubenssätze, die daraus entstehen können:

Ich bin kein wertvoller Mensch.

Ich verdiene es nicht, dass mir schönen Dinge passieren.

Ich bin ein Versager.

Verändere deine Vergangenheit mit Hoòponopono: So geht’s

  1. Schreib dir auf, wem oder was du verzeihen willst
  2. Gehe das Ritual Situation für Situation durch
  3. Beobachte die Veränderung, die in dir entsteht

 

Schritt 1: REUE
“Es tut mir leid.”
Erlaubt dir, Mitgefühl für dich und andere zu empfinden.

 

Schritt 2: VERGEBUNG
“Ich vergebe dir.”
Lass die negativen Emotionen los, die du angestaut hast.

 

Schritt 3: DANKBARKEIT
“Ich danke dir.”
Hier erkennst du an, dass alles, was du erlebt und getan hast, dich zu diesem Punkt gebracht hast, an dem du heute bist.

 

Schritt 4: LIEBE
“Ich liebe dich.”
Balanciert die Energie aus, schickt Liebe in die Situation und befreit dich davon, ein Opfer zu sein.

Geh eine ganze Liste an Situationen durch und schaue, was sich für dich verändert. Du wirst dich glücklicher und leichter fühlen.

Wundere dich nicht, wenn du aus heiterem Himmel einen Anruf von jemandem erhältst, dem du vergeben hast und zuvor schwierige Gespräche viel leichter werden.

Du kannst das Verzeihen auf alles Mögliche anwenden, um andere Gedanken zu ermöglichen und mehr in der Fülle zu leben:

Verzeihe dir, dass du weniger mutig bist, als du es gerne wärst.

Verzeih deinem Körper, dass er nicht so ist, wie du ihn gerne hättest.

Verzeihe der Technik, dass sie manchmal kompliziert ist und nicht immer funktioniert.

Verzeih dem Geld, dass du ihm bisher nicht vertrauen kannst.

Ich weiß, dass diese einfache Vergebungsübung dein Leben verändern kann.

Wenn du sehr skeptisch bist, probiere diese Übung, wenn du dich skeptisch fühlst und verzeihe dir deine Voreingenommenheit und Skepsis.

Ich versichere dir, es wird auch für dich funktionieren – du bist keine Ausnahme.

Headerfoto: Unsplash