Wie steht’s um deine Intuition? Die Gretchenfrage: Ist dein Bauchgefühl vertrauenswürdig oder hast du das Gefühl, du müsstest dringend deine Intuition entwickeln?

Woher weißt du, was du wirklich willst?

Wie bekommst du Klarheit darüber, was der nächste richtige Schritt ist?

Was ist in einer verzwickten Lage die richtige Entscheidung?

Ich spreche oft davon, „deinem Bauchgefühl zu folgen“ oder „auf deine innere Stimme zu hören“ – in meinen Coachings und in meinen Online-Workshops.

Das Problem ist nur: Nicht jeder hat sofort Zugang zu seiner Intuition. Immer mal wieder sitzt mir jemand gegenüber, der mich hilflos anschaut und fragt:

„Ich kenne meine innere Stimme, aber woher weiß ich denn, wann wirklich meine Intuition spricht?“

oder

„Ich nehme überhaupt keine einzelne Stimme wahr! Bei mir im Kopf quatschen alle durcheinander! Wie weiß ich denn bitte, wer mich auf den richtigen Weg bringt?“ oder

„Woher weiß ich, dass ich dieser inneren Stimme vertrauen kann?“

Sofern es dir auch so geht: Ich habe gute Nachrichten für dich. Wir alle haben die Möglichkeit, uns von unserer Intuition leiten lassen. Du musst es nur etwas üben. Daher zeige ich dir heute vier mögliche Wege, die deine Intuition entwickeln.

1. Weisheit

Mach eine Liste von „Ich wusste es schon vorher!“-Situationen. Erinnere dich an Gegebenheiten, die sich auf eine bestimmte Weise entfaltet haben … und du hast es vorher schon geahnt, wie es laufen wird. Ich wette, dass du das schon in all deinen Lebensbereichen – persönlich oder beruflich – erlebt hast!

Deine Aufgabe ist nun, diese Momente aufzuschreiben. So erkennst du, wie oft du deine Intuition schon hast anklopfen hören – unabhängig davon, ob du deinem inneren Ratschlag gefolgt bist oder nicht.

Die Erkenntnis, dass du dieses Bauchgefühl schon mehrfach in der Vergangenheit erlebt hast, wird dir helfen, deine Aufmerksamkeit zu schulen und deine Intuition für die Gegenwart und Zukunft zu schärfen.

Na los, auf geht’s – hol dir einen Zettel und einen Stift und schreib alles auf, was dir einfällt.

„Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Verstand ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.“ Albert Einstein

 

2. Stille

Setz dich auf deinen Hosenboden und meditiere. Weißt du, warum so viele keine Verbindung zu ihrer Intuition haben oder ihre innere Stimme hören können?

Darum:

Diese und weitere Illustrationen vom fabelhaften Dallas Clayton findest du übrigens auch hier.

Dein Geist besteht aus einem bunten Bündel an Gedanken, so dass sich überhaupt nicht leicht ist, die richtigen Gedankenfäden und deine Intuition aus diesem Gewimmel heraus zu angeln.

Intuition entwickeln: So geht’s

Meditation hilft dir, in deinem Kopf etwas Ruhe einkehren zu lassen und hin und wieder zu sortieren, entwirren und aufzuräumen. Meine persönliche Meinung ist, dass jeder auf diesem Planeten meditieren sollte, weil ich davon überzeugt bin, dass es jedem helfen kann.

Ich selbst meditiere jeden Tag hab so gar keine Lust mir vorzustellen, wie mein Leben ohne diese kraftvolle Technik aussehen würde. Auf jeden Fall sehr viel mehr durcheinander … und ich hab’s gern ordentlich.

Du glaubst, du bist nicht so der Meditations-Typ?

Genauso, wie du nicht so sehr der Intuitions-Typ bist?

Ich finde: Wenn du wirklich mehr auf deine Intuition hören möchtest, geht kein Weg an Meditation vorbei. 10 Minuten pro Tag reichen zu Beginn vollkommen aus und die besten Meditations-Apps helfen dir dabei, Meditation zu verstehen und ganz einfach zu erlernen und in deinen Alltag zu integrieren. Probiere es aus!

 

3. Führung

Wenn du dich in einer festgefahrenen Situation befindest, frag nach Unterstützung von ganz oben – wie auch immer du es nennst – vom Universum, Gott, dem kollektiven Bewusstsein … und lass dich leiten.

Stell dir innerlich eine Frage wie zum Beispiel „Ist es die richtige Entscheidung, mit Projekt X oder Person Y den nächsten Schritt zu gehen?“ Ich verspreche dir: Du bekommst eine Antwort geliefert.

Sobald du diese Frage stellst, musst du natürlich auch aufmerksam sein, um die Antwort mitzubekommen. Das kann ein Flyer zu einer Veranstaltung sein, der dir zufällig in die Hand fällt und dein Herz höher schlagen lässt – oder auch ein innerliches Flüstern, das dir einen Wink gibt.

Sei aufmerksam und höre gut hin. Studien zeigen: Wenn du deinem Unterbewusstsein eine Pause gönnst und nicht ständig nach einer Lösung grübelst – stattdessen an einem anderen Projekt arbeitest oder einfach mal richtig ausschläfst – erreicht dich bald ein „Geistesblitz“ und die perfekte intuitive Antwort auf deine Frage wurde dir soeben geliefert.

“Have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary.”Steve Jobs

4. Körper

Guess what: Intuition lebt in deinem KÖRPER, nicht in deinem Geist. Also kannst du vor allem hier deine Intuition entwickeln: Nimm deine körperliche Reaktion wahr.

Was passiert in deinem Körper, wenn du an eine unangenehme Situation denkst? Was fühlst du dich – welche körperlichen Empfindungen nimmst du wahr? Zieht sich deine Brust zusammen? Dreht sich dein Magen um? Oder fühlst du dich leichtfüßig, erleichtert und voller Energie?

Hier geht es NICHT um Gedanken – hier geht es nur um das, was dein Körper dir an Botschaften sendet. Das können sehr klare Botschaften sein …

Falls du keine Ahnung hast, wovon ich spreche: Du solltest deine Beziehung zu deinem Körper verbessern, deinem Sofa Tschüss sagen und deinen Tempel hegen, pflegen und dich bewegen. Warum?! Intuition lebt in deinem KÖRPER, nicht in deinem Geist – achte drauf, wie es deinem Körper geht.

So, das waren vier Möglichkeiten, die deine Intuition entwickeln und den Kontakt zu deiner inneren Stimme stärken.

Jetzt würde ich gern von dir hören: Wie hast du deine „Intuitions-Muskeln“ aufgebaut? Oder: Hast du eine spannende Geschichte zu einer wichtigen Entscheidung zu teilen, bei der du auf deine Intuition gehört hast? Schreib mir gern einen Kommentar.

Illustration: Dallas Clayton