Leidest du unter Stress? Bist du schlapp? Müde, müde, müde? Hast du keine Lust was zu unternehmen, was dir sonst immer Spaß gemacht hat?

Dann wird es wohl Zeit, etwas entspannter und mit weniger Stress durch den Alltag zu gehen. Einer der dominantesten Angreifer auf unsere Gesundheit ist tatsächlich Stress – und über zu lange Zeit ignoriert kann Stress zu Burnout führen.

Stress ist ja letztlich das eigene, subjektive Empfinden, dass deine dir zur Verfügung stehenden Ressourcen nicht ausreichen, um eine Situation, ein Problem, eine Herausforderung zu bewältigen.

 

Alle meine Kunden klagen über Stress und zu viel Druck.

Eine Statistik aus dem Jahr 2014 zeigt, dass in dem Jahr auf 1.000 weibliche AOK-Mitglieder in der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen durchschnittlich 91,4 Arbeitsunfähigkeitstage Burn-out-Erkrankungen zuzuschreiben sind. Woooha!

Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation fand zudem heraus, dass Stress am Arbeitsplatz Unternehmen jedes Jahr (!) 300 Milliarden US-Dollar kosten. Das klingt für beide Seiten nach einem verdammt schlechten Deal.

Wo ich auch hinschaue: Fast alle haben das Gefühl, durch immer mehr Aufgaben bei der Arbeit und Freizeitstress zeitlich bedrängt zu sein, sie fühlen sich gehetzt und vor allem: Müde. Sooooooo müde!

Das kann viele Gründe haben, neben Überarbeitung und Schlafdefizit kann da durchaus ein Zink-, Eisen- oder Vitamin B12-Mangel dahinter stecken. Also ist es wichtig, dass du mindestens einmal im Jahr zum Allgemeinmediziner gehst und dich komplett durchchecken lässt.

Bevor du nun bei dir selbst ein Burnout diagnostizierst, solltest du mit diesen acht Hinweisen überprüfen, was du schon jetzt tun kannst, damit du dich so selten wie möglich erschöpft, unproduktiv und gestresst fühlst:

#1 SCHLAF: Bekommst du wirklich genug Schlaf?

Nichts zerstört unsere Kreativität, Produktivität und gute Laune so zuverlässig wie zu kurze Nächte, vor allem, wenn es zur Gewohnheit wird. Schlafen ist super, ausgeschlafene Menschen sind einfach netter zueinander. Schlaf gibt Kraft. Schlaf lädt unsere Akkus wieder auf – auf mentaler, emotionaler und geistiger Ebene.

Wenn du also öfter am frühen Nachmittag auf die Tastatur sinken könntest, solltest du dein tägliches Schlafpensum unbedingt erhöhen und am allerbesten sofort ein Nickerchen machen. Meinen Segen hast du. (Ich bin übrigens unausstehlich, wenn ich müde bin – schlafen ist quasi ein Geschenk an die Menschheit und unser aller Seelenfrieden.)

 

#2 ICH-ZEIT: Sorgst du gut für dich?

Solltest du ständig von Leuten umgeben sein, wäre jetzt wahrscheinlich der richtige Zeitpunkt, dich mehr zurückzuziehen. Nimm dir heute (und öfter) mal eine halbe Stunde Zeit, die du ausschliesslich mit dir verbringst.

Diese Zeit mit dir allein, natürlich in Balance mit Zeit, die du in Gemeinschaft mit deinen Liebsten verbringst, gibt dir Kraft, Raum zum Reflektieren und Ruhe zum Durchatmen. Nimm dir Zeit für etwas, das du schon immer mal machen wolltest … und sei es, Löcher in die Luft zu starren.

Es geht nicht darum, dich ständig zu optimieren und zu verbessern, sondern zu dir selbst zu kommen und neben den permanenten Angeboten, wie du deine Zeit verbringen kannst, die auszuwählen, die für dich gerade die beste Wahl ist. Was brauchst du gerade wirklich, um dich gut umsorgt zu fühlen? Mach das.

 

#3 UNTERBRECHUNGEN: Lässt du dich ständig ablenken?

Plingt, klopft und brummt es ständig auf deinen Geräten, darf dich jeder jederzeit ansprechen oder dudelt überall und permanent Musik? Wenn du keine Strategien hast, um für Ruhe zu sorgen und fokussiert zu arbeiten, reagierst du nur noch und lässt dich leben.

Das ist ein Garant für Unzufriedenheit und Unproduktivität. Sind alle E-Mails, Telefonanrufe, Social Media Reaktionen wirklich wichtiger als deine eigenen Wünsche und Ziele? Wenn nicht, solltest du dir pro Tag mindestens eine Stunde Zeit nehmen, um daran zu arbeiten. Wie Sandra Holze hier beschreibt, kannst du mit dieser einen Stunde täglich alles erreichen, was du willst.

 

#4 BEWEGUNG: Kommst du vorwärts?

Was total paradox ist: Je weniger Zeit wir zur Verfügung zu glauben haben und je gestresster wir sind, desto weniger bewegen wir uns. Was wirklich, wirklich dämlich ist. Denn der beste Weg, um Stress abzuschütteln und dich emotional auf ein anderes, positiveres Level anzuheben ist Bewegung. (Oder Sporcht, wie die Westfalen sagen.)

Mit einer ausgefuchsten Morgenroutine sorgst du am besten regelmäßig und gleich morgens dafür, dass du nach deinem Früh-Workout Bäume ausreißen könntest. So geht dir auch der stressigste Tag nicht gleich unter die Haut und du bewegst dich im wahrsten Sinne des Wortes vorwärts.

#5 ESSEN: Isst du genug frisches, nahrhaftes Essen?

Ernährst du dich vor allem von Schokolade, Chips und Fertigpizza? Wenn es nicht der fehlende Schlaf ist, kann oft ein niedriger Blutzuckerspiegel für dein Tief verantwortlich sein. Iss mal lieber eine Schale Beeren statt Keksen und koche gemeinsam mit Freunden ein köstliches, gesundes Essen. Weißt du doch: Das nährt den Körper und die Seele.

Es ist nicht immer spaßig, so wahnsinnig vernünftig zu sein, aber wenn du erstmal eine Schale frische Bio-Heidelbeeren oder Socca mit Avocado und Oliven verputzt hast, scheint die Sonne doch etwas wärmer und du lächelst glückselig. Doch, doch, ich bin mir ganz sicher.

 

#6 MULTITASKING: Versuchst du, mehr als eine oder zwei Sachen gleichzeitig zu tun?

Ja, erwischt. Da lerne ich auch noch dazu. Aber es ist wirklich so: Wir sind nunmal am produktivsten, wenn wir uns auf EINE Sache konzentrieren. Multitasking führt nur dazu, dass wir unsere Aufmerksam verschwenden und im Prinzip alles, was wir gleichzeitig machen, nicht gut machen. Es zerrt an unseren mentalen Kapazitäten und verlangsamt uns.

Dabei wollten wir doch alles auf einmal erledigen … Es braucht etwas Disziplin, aber es lohnt sich: Schalte dein E-Mailprogramm aus, hab nur ein Tab offen, leg dein Telefon in nicht greifbare Nähe und konzentriere dich einfach nur auf diese eine Sache, bis du sie erledigt hast. Dann geht’s weiter. Fokus, Baby.

 

#7 NATUR: Gönnst du dir Ruhe und Auszeiten?

Verbringe jeden Tag mehr Zeit draußen, am besten gleich morgens für einen 15 minütigen Spaziergang. Schau dich um, entdecke neue Spazierwege, neue Parks, such dir die schönsten Orte in der Abendsonne. Schau nachts bewusst in den Himmel und genieß die Sterne.

Fahr mindestens einmal im Monat einen Tag richtig raus in die Natur: Geh um einen großen See spazieren, wandere einen Berg hinauf, lass die Natur, die Ruhe, die Geräusche und Gerüche eines Waldes auf dich und all deine Sinne wirken. Verlangsame dich bewusst und gehe jeden Tag mehr zu Fuß, statt mit dem Auto, dem Rad, der Bahn zu fahren. Welche Orte geben dir Kraft? Verbringe dort mehr Zeit.

 

#8 PRIORITÄTEN: Weißt du, was dir wichtig ist?

Wenn du dir unklar über das bis, was wirklich wichtig ist, passiert es leichter, dass du abdriftest und deine Energie auf sinnlose Tätigkeiten verschwendest. Nur, was ist wichtiger als das, was auch wichtig ist?

Schreib erstmal alles an Aufgaben auf, was dir in den Kopf kommt. Dann sortierst du die Aufgaben und erstellst dir jeden Abend eine Aufgabenliste mit den 6 WICHTIGSTEN Dingen, die du am Tag darauf erledigen willst. Fang bei Punkt 1 an (das klingt so leicht, ist aber oft schwer!) und leg los – selbst wenn es nur 20 Minuten sind. Du wirst sehen: Wenn du die für dich wichtigsten Dinge gleich zu Beginn erledigst, fühlst du dich besser, produktiv und arbeitest mit mehr Freude.

 

Wenn du dich erschöpft, ausgelaugt, schlapp … einfach echt beschissen schlecht fühlst, ist das Schlimmste, wenn du einfach so tust, als wäre alles in Ordnung und einfach so weitermachst wie bisher.

Es kann niemand sonst für dich erledigen.

Deine körperlichen Symptome sind gut gemeinte Alarmsignale, damit du dich aufmachen und für mehr Selbstfürsorge und Ausgleich sorgen kannst.

Wann weißt du, dass du eine Grenze erreicht hast?

Verrate mir: Was sind deine besten Strategien, um dich aus zu viel Stress und einem Tief herauszuholen? Teile es in einem Kommentar!

 

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